MIT DER E-K-S NACH LONDON
   'No sir, when a man is tired of London, he is tired of life!' (Samuel Johnson)

 

                                  London bittet Touristen zur Kasse

LONDON. In London werden Touristen immer stärker zur Kasse gebeten: In weniger als zehn Jahren seien die Eintrittspreise für die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt um bis zu 175% gestiegen, beklagt der Touristenführer "Rough Guide" in seiner jüngsten Ausgabe. Demnach ist ein Besuch im berühmten Wachsfigurenkabinett ("Madame Tussaud") mit £23,99 (rund €35,60) das teuerste Vergnügen. 1996 lag der Eintrittspreis dort noch bei £8,75 (rund €13).

Hohe Preise vergraulen die Touristen

Die königlichen Gartenanlagen in Kew, westlich von London, verlangen inzwischen £10 (rund €14,90) Eintritt. Im Gruselkabinett London Dungeon (rund £15,50),im Kensingtonpalast der früheren Prinzessin Diana (£11) und in der Westminster Abbey (£8) bezahlen Besucher heute etwa das Doppelte von dem, was vor neun Jahren verlangt wurde.

Nach Ansicht von Rob Humphreys, der den "Rough Guide" herausgibt, vergraulen die hohen Preise inzwischen die Touristen. "In keiner anderen europäischen Stadt werden derartige Eintrittspreise verlangt", sagte er.

Humphreys Kritik richtet sich insbesondere auch an das Königshaus. "Die Queen ist reich genug, um ihre Paläste kostenlos zu öffnen", sagte er. 

(HNA, 12.11.05)